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Corn Island’s

Die beiden Inseln Little und Big Corn Island trennen ca. 20km von einander und werden aktuell als Geheimtipp und letztes unberührtes Paradies der Karibik gehandelt. Östlich im Karibik Raum von Nicaragua liegen die beiden Inseln mitten im schier endlosen Meer. Vor allem die Geschichte von Little Corn Island und die Mythen darum haben mich fasziniert. Besiedelt von verschieden Kulturen und Volksgruppen gehörte die Insel nie richtig zu einem Land. In der Piratenzeit als Versteck und Knotenpunkt verwendet wurde die Insel oft erobert und kolonisiert. Übergeblieben sind heute vor allem ursprüngliche Afrikaner die meist 3-sprachig aufwachsen und die Insel bewohnen. Einzige Export Produkte der Insel waren lange Zeit nur Kokosnüsse und Hummer und das merkt man auch heute noch, denn Hummer und Kokosnusspalmen gibt es als Einziges im Überfluss.

Wie kommt man dort hin?

Von Managua oder Bluefields kommt man mit der Airline la Costena für ca. 80€ pro Strecke nach Big Corn Island. Mit der  Propellermaschine entdeckt man dann nach ca. 40 Minuten Flugzeit mitten im Meer eine Mini-Insel umringt von türkisen Buchten und Riffen. Etwas spektakulär landet man auf einer Landebahn, die fast die ganze Länge der Insel benötigt. Die Landebahn darf man übrigens unter Tag überqueren (wenn kein Flieger landet) um schneller voran zu kommen. Angekommen fühlt man sich gleich wie im Paradies.

Noch schöner und abenteuerlicher ist Little Corn Island – man kommt dorthin nur mit einem kleinen Boot von Big Corn Island aus. Die Fähren fahren immer, wenn ein Flieger landet. Die Fahrt kann oft spektakulär ausfallen und je nach Witterung auch recht nass werden. Nehmt unbedingt Müllsäcke für die Rucksäcke mit.

Wir hatten einen Sturm während der Überfahrt mit starkem Regen und hohen Wellen. Angekommen auf der Insel waren wir durchnässt und froh, sicher angekommen zu sein. Man fühlt sich dann aber eigentlich sofort wie Zuhause und die ca. 600 Einwohner kommen einem recht schnell bekannt vor. Zwischen 14:00 und 18:00 Uhr gibt es auf der Insel keinen Strom und auch Internet gibt es nur sehr selten, aber ich denke genau das macht den Reiz der Insel aus.

To Do’s auf Little corn Island

Hummer essen

Nirgends bekommt man wahrscheinlich frischeren und günstigeren Hummer als hier auf der Insel. Überall sieht man die Hummer-Käfige zu Tausenden aufeinander gestapelt und fast jeder dort bietet Meeresfrüchte und Fische nach Art des Hauses an.

Kokosnüsse selber pflücken

Man sieht fast nur Palmen auf der Insel und auch endlos viele Kokosnüsse am Boden die aber meist vergoren und ungenießbar sind. Also haben wir uns dazu entschieden einfach selbst welche zu pflücken – schmeckt selbst gepflückt gleich nochmal besser.

Mangos essen

Das Innere der Insel versinkt regelrecht unter Mangos die niemand erntet. Am einfachsten vom Boden aufsammeln und genießen. Nirgends habe ich jemals bessere Mangos gegessen.

Auf den Leuchtturm klettern

Der Leuchtturm ist auf der höchsten Erhebung mit ca. 38m zu finden. Der Leuchtturm ist eher eine Leiter mit Aussichtsplattform aber die Aussicht ist wirklich genial.

Tauchen gehen

Um die Insel sind zig Haie angesiedelt die aber harmlos sind. Manuel mein Travelbuddy hatte bei seinem ersten Tauchgang Glück und gleich einen gesehen. Auch sonst ist die Unterwasserwelt sehr belebt und vielfältig. Um Little Corn Island findet man auch sehr viele Korallenriffe.

Lokal Bars

An unserem letzten Abend fand ein Dance Battle von Einheimischen in einem alten Strandhaus statt. Eine Mischung aus Reggae (den man sowieso überall auf der Insel hört), Latino Musik und HipHop sorgten für die richtige Stimmung.

Die Inseln verbinden Abenteuer mit wunderschönen Landschaften und unberührter Natur. Nochmal besser hat mir Little Corn Island gefallen, wobei auch Big Corn Island seinen Reiz hat. Plant unbedingt einen Zeitpolster für Unregelmäßigkeiten ein… Wir mussten auf Little Corn Island 2 Tage länger bleiben, aufgrund von Unwetterwarnungen fuhr kein Boot mehr auf die Insel.