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Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Wann hast du das letzte Mal mit gutem Gewissen einfach mal nichts getan? Und mit nichts meine ich auch NICHTS…

Wenn ich mich mit meiner Familie, Freunden oder Bekannten unterhalte, fällt mir ein Satz besonders oft auf: „Ich habe das Gefühl, dass ich für nichts wirklich Zeit habe!“ Geht es euch auch so? Viel zu oft hat man einfach viel zu viel in einen Tag hineingepackt. Man hat permanent das Gefühl für alles zu wenig Zeit zu haben.

Mit der Erfindung der Uhr kam auch der absurde Gedanke, dass man ganz schnell ganz viel arbeiten müsste, damit man schlussfolgernd mehr Freizeit hat. Nun ja, welche Entwicklung sehen wir als Resultat? Wir hetzen ständig und haben trotzdem keine  Zeit. Ein Mensch der sich entspannt zurücklehnt und über seine Zeit selbst verfügt, lebt viel freier, kreativer und selbstbestimmter als jemand, der sich andauernd selbst Stress macht.

Aber wie können wir unser Denken ändern um uns im Leben freier zu fühlen? Haben wir unser Leben nur im Griff, wenn wir auch die Zeit im Griff haben?

Mehr Pausen einlegen

Geht es dir auch oft so, dass dein Kopf viel zu überfüllt ist und du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst? Man verliert langsam aber sicher den Überblick. Deshalb habe ich mir vorgenommen spontan mehr Pausen einzulegen in denen ich auch wirklich nichts tue, meine Gedanken schlendern lasse und einfach mal aus dem Fenster gucke… Stellt euch vor,  genau in dieser Zeit kamen mir häufig die kreativsten Ideen. Pausen helfen dir dich zu entspannen und den Kopf für neue, bessere Gedanken frei zu bekommen.

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.

Ernst Ferstl

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NEIN sagen lernen

Nicht selten sind wir auch selbst an unserem voll gepackten Terminkalender schuld. Es passiert einfach immer wieder, dass wir zu voreilig „Ja natürlich, das mache ich“, „Nein, kein Problem!“ oder „Ja, ich habe Zeit“ sagen. Obwohl das ganz und gar nicht stimmt! Warum tun das manche von uns? „Ich schaffe es einfach nicht.“ – ein Satz der ganz schön viel Mut abverlangt. Aber ist er erst einmal ausgesprochen bleibt dadurch viel Unheil erspart. Man sollte im Leben einfach viel öfter zugeben, dass man etwas momentan nicht schafft. Menschen die den Mut haben sich ihre Schwächen einzugestehen kommen bei dem Gegenüber auch viel sympathischer an als einer der immer alles kann.

Zuerst das machen was wirklich wichtig ist

Ein Tipp hierbei wäre sich zu fragen: Gibt es diese Woche irgendwas, das ich von meiner To-do-Liste streichen kann? Was davon ist  Kleinkram? Was ist unwichtig? Warum nicht einfach Sachen die zu viel sind wegstreichen?

Du hast das Gefühl die Zeit erdrückt dich, der Stress wird immer mehr und dein Kopf ist überfüllt mit Gedanken? Steh auf, verlasse wenn möglich deinen Arbeitsplatz und suche dir ein gemütliches Plätzchen in deinem Garten, auf deinem Balkon oder in einem Park. Das Handy sollte gefälligst zu Hause bleiben! Und nun, mach einfach mal nichts… Ist dir je aufgefallen wie beruhigend die Geräusche der Natur auf dich wirken können, wenn du hinhörst? Siehst du die Blätter am Baum die mit dem Wind tanzen? Oder wie gelassen die Bienen von Blume zu Blume fliegen? Schließe deine Augen und atme die frische Luft ein und genieße den Moment – lass dir einfach mal so viel Zeit wie DU brauchst.

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Sieh es doch mal gelassen

Frage dich doch mal selbst: Was würde passieren, wenn ich das jetzt nicht machen würde? Wäre das der Weltuntergang? Wenn nein, dann streiche es für diese Woche von deiner To-Do-Liste. Tut doch keinem weh…

Die Freizeit richtig nutzen

Für was haben wir eigentlich ein Wochenende? Damit wir unsere Freizeittermine (Freizeitaktivitäten) auch noch streng einhalten? Ganz sicher nicht. Freizeit bedeutet für mich entweder nichts tun oder das tun was mich glücklich stimmt. Im Garten sitzen, die Natur beobachten, nachdenken, ein Buch lesen, sich mit Freunden auf ein Gläschen treffen, die Zeit genießen und bloß nicht auf die Uhr sehen.

Freizeit bedeutet, dass du frei hast, und nicht, dass du die Zeit mit Aktivitäten vollstopfen musst

Jan Wolter Bijleveld

In meinem letzten Urlaub hatte ich leider das Pech, dass ich krank geworden bin. Aber in jedem Kummer steckt auch ein bisschen Gutes – ich hatte endlich mal Zeit nichts zu tun. Vier ganze Tage lang konnte ich einfach am Strand liegen, das Meer beobachten und über mich und mein Leben nachdenken. Ich bin mir in dieser Zeit viel näher gekommen… Rückblickend war das wohl der erholsamste Urlaub seit langem.

Es stimmt schon, in unserer Kultur, wo ein volles Leben angeblich ein gutes Leben sein soll, ist es gar nicht so einfach die Langsamkeit wieder zu lernen. Aber hey, im Endeffekt wird man dich für deine gelassene Einstellung bewundern…

Also ich meinerseits mache jetzt eine Pause in der ich definitiv nichts tun werde. Wie sieht es mit dir aus?