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Ist offline der neue Luxus?

Hat man was vergessen, schaut man eben mal schnell im Internet nach. Weiß man den Weg nicht, öffnet man die Navi-App. Man denkt nicht mehr selbst nach, sondern greift automatisch zum Handy. Wir sind die Smartphone Generation. Einerseits sind sie ja total nützlich und mal unter uns, was würden wir inzwischen ohne sie tun? Aber andererseits ist die Zeit die wir mit unserem Smartphone verbringen auch beachtlich. Im Schnitt verbringen wir etwa 3 Stunden am Tag mit unserem Handy. Stell dir mal vor wie viel sinnvoller du diese Zeit nutzen könntest… Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb bewusst dazu, Momente ohne Smartphone in ihrem Leben einzuplanen und erleben wie gut eine digitale Auszeit tun kann. Was passiert, wenn wir uns dazu entschließen einfach mal öfter “offline“ zu sein?

,,Aus den Augen aus dem Sinn“ – das gilt auch für dein Smartphone. Wenn du es nicht siehst oder hörst, wirst du automatisch irgendwann nicht mehr daran denken. Es kann so ein gutes Gefühl sein, einfach mal NICHT erreichbar zu sein. Und das ist auch gut so. Im Offline-Modus kann man sich viel besser auf das konzentrieren, was man gerade macht. Man ist am ehesten empfänglich für neue Inspirationen oder kreative Impulse. Es gibt dir die Chance die Welt mit anderen Augen zu sehen – mit offenen Augen. Deine Aufmerksamkeit richtet sich mehr auf dich und das was um dich herum geschieht. Nicht mehr auf die virtuelle Onlinewelt.

Man ist irgendwie zusammen, verbringt aber nicht wirklich Zeit miteinander.

Jeder kennt es: Wir verabreden uns mit jemanden auf einen Kaffee und nebenbei immer griffbereit liegt das Smartphone auf dem Tisch. Obwohl wir das oft unbewusst und aus Gewohnheit tun, weckt es im Gegenüber das Gefühl, dass er unsere Aufmerksamkeit nicht ganz hat und wir jetzt eigentlich lieber wo anders wären. Fazit, es stört das Gespräch. Aber wirklich gute und tiefe Gespräche sind so wichtig! Deshalb sollten wir unsere Handys in der Tasche lassen und uns dem Gegenüber ganz widmen.

Natürlich ist es super wenn man durch das Smartphone auch über eine weite Entfernung immer in Kontakt bleiben kann. Aber was ist mit den Freunden die eigentlich nicht weit von dir weg wohnen? Nur mit ihnen per Whats-App und Co zu kommunizieren verbindet nicht. Man ist irgendwie zusammen, verbringt aber nicht wirklich Zeit miteinander. Kommunikation findet mit allen Sinnen statt, und die brauchen wir auch, um einander wirklich verstehen zu können. Ein gemeinsames Erlebniss oder ein echtes Lachen kannst du nicht über dein Smartphone verschicken.

Verbunden und doch allein

Ob in der U-Bahn, im Zug, Bus oder in der Warteschlange an der Kasse, fast alle sind mit ihrem Smartphone beschäftigt. Sobald sich eine fremde Person auch nur nähert, zücken wir unser Smartphone und schauen lieber auf einen Bildschirm als eine Unterhaltung zuzulassen. Dabei wäre es so viel schöner wenn wir wieder miteinander sprechen würden. Schon mal darüber nachgedacht, dass durch zufällige Begegnungen im Alltag wunderbare Freundschaften entstehen können?

Ganz befreien von der Technik brauchen wir uns natürlich nicht, aber wir sollten uns Grenzen setzen. Es stresst den Menschen ungemein, immerzu verfügbar zu sein. Mir persönlich gefällt die Vorstellung, einfach mal für eine Weile unerreichbar zu sein, quasi zu verschwinden. Macht ihr mit?