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Lofoten

48h Zugfahrt und 3h Fahrt mit der Fähre und endlich sieht man in der Ferne mächtige Bergspitzen mitten aus dem Meer ragen. So begann ein Abenteuer quer durch Norwegen. Im Sommer war ich mit einem guten Freund 3 Wochen Interrail durch Norwegen unterwegs. Ausgerüstet mit Zelt und Gaskocher wollten wir ein Abenteurer erleben. Welcher Ort würde sich besser eignen als die norwegische Inselgruppe Lofoten im nördlichen Polarkreis?

Angekommen mit der Fähre war die lange und anstrengende Anreise sofort vergessen. Dank der Mitternachtssonne hatten wir um 22:00 Uhr noch Licht und genug Zeit einen geeigneten Platz für unser Zelt zu finden. Im Sommer sind auch die Temperaturen im nördlichen Polarkreis noch verhältnismäßig angenehm. Man sollte aber gut ausgerüstet sein und wissen was man macht… Was man dort unbedingt machen sollte:

To-Do-List

1. die Bucht Kvalvika

Eine der schönsten Buchten die ich jemals gesehen habe. Weißer endloser Strand und ein fast schon kitschig türkises Meer. Auf allen Seiten ragen Berge mit spitzen Klippen fast 1000 Meter empor.

Man kommt am besten über einen Pass zu der Bucht. Die Philosophie der Bucht hat mir besonders imponiert. Werkzeug, Gewürze und eine selbst erbaute Hütte mitten im Felsen für jeden kostenlos zugänglich… Im Winter 2013/2014 siedelten sich 2 Norweger zum Surfen in der Bucht an und bauten aus dem vom Meer angeschwemmten Müll eine kleine Hütte in den Bergen. Sie ließen alles hier und so war nun die Philosophie von der Bucht geboren. Mit ein paar Schweizern spielten wir Volleyball auf einem mit Fischernetzen selbst gebauten Platz. Als Frischwasser Quelle hat man direkt am Strand einen Bach, der von den Bergen ringsum der Bucht kommt. Sehenswert in dieser Bucht ist auch der Walschädel der direkt neben dem Bach im Sand liegt.

2. Surfen

Wunderschönes Meer, meterhohe Wellen und keine Leute – klingt nach einem Surferparadies? Ist es auch, wenn einem die Kälte nichts ausmacht. In der Bucht Kvalvika findet man sogar alte Surfboards mit Neoprenanzügen zur freien Entnahme.

3. Angeln

Hat irgendwie was, wenn man sich selbst ernähren kann und da Fischen fast überall in Norwegen erlaubt ist, sollte man es unbedingt versuchen.

4. Å besuchen

Der wohl kürzeste Name für eine Stadt… Aber dennoch eine der schönsten Städte im Norden Norwegens.

5. von Kvalvika nach Kirkefjord gehen

Diese Tour hat es wirklich in sich aber landschaftlich ist es ein Traum. Vom Sumpfgebiet, über schöne Buchten bis hin zu rauen Bergen und schmalen Wegen an Seen entlang findet man alles auf diesem Weg. Nach circa 10h wandern kommt man dann in der wohl kleinsten Ortschaft der Lofoten an. Nur mit dem Boot kommt man von diesem kleinem Dorf wieder weg. Es gibt weder Straßen noch bessere Wege – 2 Mal am Tag fährt die Fähre nach Reine zurück.

6. Reinebringen Besteigen

Der Weg wird als sehr einfach eingestuft aber ist meiner Meinung nach, selbst für einen Tiroler nicht ohne aber die Aussicht am Gipfel zahlt sich aus, man sieht die ganzen Lofoten.