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Weniger ist mehr!

Von Zeit zu Zeit überkommt es mich einfach und ich fange damit an energisch meinen Kleiderschrank auszusortieren. Ich nehme jedes Kleidungsstück genau unter die Lupe und entscheide dann was in die Altkleidersammlung verschwinden kann und was es Wert ist zu behalten. Ausschlaggebend für dieses meist spontane Vorhaben ist die Verzweiflung, die jede Frau kennt, wenn man mal wieder vor dem Kleiderschrank steht und null Ahnung hat was man anziehen soll. Warum haben Männer dieses Problem nicht? Ganz einfach! Sie haben weniger und kaufen echt nur das ein was sie brauchen… Und das will ich jetzt auch versuchen. Alles was ich nicht liebe kommt weg, und etwas Neues kommt nur dazu, wenn ich es wirklich brauche.

Habe nichts in deinem Haus, von dem du nicht glaubst, dass es nützlich oder schön ist

William Morris

Immer mehr Menschen entscheiden sich dagegen, andauernd neue Sachen zu kaufen, und ich will einer von ihnen sein. Es macht einfach nicht glücklich immer mehr zu besitzen. Im Gegenteil, es belastet und schwächt uns, weil es in uns Spannungen und Stress verursacht. Ja, natürlich gibt es einem am Anfang ein gutes Gefühl, ein neues Kleid zu kaufen, es auszuführen und sich damit total im Trend zu fühlen. Aber wie lange hält diese Freude schon? Ein paar Wochen vielleicht? Bis man sich umdreht kommt schon ein neuer Trend und als Resultat will man sich wieder etwas Neues kaufen.

Fest steht, früher oder später haben wir die Übersicht verloren und wir ertrinken in einem Meer von Sachen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, das Neu nicht automatisch auch gut ist. Man sollte hingegen daran arbeiten ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was man bereits hat, denn nicht selten reicht uns das völlig aus.

Tipp: Warum nicht eine Liste mit Sachen machen, um herauszufinden, ob wir auch ohne sie leben können?

Man könnte sich doch angewöhnen etwas Altes wegzugeben, wenn man sich etwas Neues kauft. Keine Angst, weggeben heißt ja nicht gleich wegwerfen… Ich hab zum Beispiel einen Karton indem ich all die Kleidungsstücke hineinpacke, die Momentan nicht zur Jahreszeit passen oder die mir zurzeit einfach nur auf dir Nerven gehen. Glaub mir, sind die erst mal ein zwei Monate nicht mehr in deinem Blickfeld, dann lernst du sie wieder neu schätzen.

Natürlich ist gegen Anschaffungen nichts einzuwenden, solange sie für schöne Erlebnisse sorgen. Und wir brauchen uns auch nicht rabiat von all unseren Sachen verabschieden, aber wir sollten kritischer über Neuanschaffungen nachdenken und mehr Wert auf Momente anstatt Materielles legen. Ich versuche das jetzt einfach mal. Wie sieht es bei euch aus, macht ihr mit?